
Die Wahlempfehlung der Thora?
Leben wählen!
Haben Sie sich schon überlegt, wem Sie bei den nächsten Wahlen Ihre Stimme geben? Sind Sie Dauer-, Wechsel- oder Nichtwähler? Nach den Ergebnissen der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg ist es möglich, dass die Regierungsbildung spannend werden könnte. Wahrscheinlicher aber, dass sie, ganz im Gegenteil, sterbenslangweilig wird, mit einer weiterem Remake der „großen Koalition“, der Verbindung zweier Parteien also, die inhaltlich kaum noch unterscheidbar sind und es zusammen nur noch gerade mal so auf etwas über 50% bringen. Dass die CDU gerade versucht, die AfD rechts zu überholen, ist es ein altbewährtes Wahlkampfmanöver ohne wirkliche inhaltliche Bedeutung.
Daher wäre es schon einmal interessant zu wissen, welche Wahlempfehlung unsere heilige Thora gibt. Diese ist, wie alles in der Thora: ewig, aktuell, und relevant! Aus diesem Grund haben wir für diesen Artikel auch keine mehr oder weniger originelle Illustration gewählt, sondern einfach nur das Logo des Projekts „Lebendige Thora“. Denn darum geht es ja; welche Wahlempfehlung gibt die „Lebendige Thora“?
Die eindeutige und unmißverständliche Wahlempfehlung der Thora findet sich im Buch Deuteronomium, Kap. 30 V. 19:
„Himmel und Erde habe ich heute zu Zeugen wider euch bestellt, ich habe das Leben und den Tod vor dich hingegeben, den Segen und den Fluch, Wähle das Leben, damit du lebest, du und deine Nachkommen.“
Rabbiner Hirsch kommentiert diese Wahlempfehlung wie folgt: Nicht ohne ernstliches Wollen, nicht gedankenlos und nicht willenlos und nicht zufällig wird das „Leben“ gewonnen. Du musst das Leben wählen, wenn du „leben“ willst.
Was das mit deutschen Landtags- oder Bundestagswahlen zu tun hat? Ganz einfach. Unsere Aufgabe als Juden ist es, das Leben zu wählen: Für uns selbst nach den Idealen der Thora zu leben, und eine Gesellschaft anzustreben, die sich so viel wie möglich an diesen Idealen (insoweit sie für alle Menschen und nicht nur für Juden gelten) ausrichtet und zumindest uns als Juden nicht daran hindert, als Individuen und als „Subkultur“ im Rahmen der gesamtdeutschen Kultur und Gesellschaft diesen Idealen und den konkreten halachischen Vorschriften zu folgen. Beides ist leider nicht selbstverständlich; und es sind gerade die vorgeblich „liberalen“ Parteien, die uns „auf Linie“ bringen wollen.
Wahlen als Instrument der Diskussion gesellschaftlicher Fragen
Da Wahlen auch immer ein Anlaß sind, sich Gedanken zu machen über die gesellschaftlichen Fragen, die „zur Wahl stehen“, ist dieser Artikel eben auch das; der Anfang einer Diskussion der Dinge, die uns bewegen. Im weiteren werden eine ganze Reihe von Punkten erwähnt, die einen eigenen Artikel verdient haben und die ich in der nicht zu fernen Zukunft im Rahmen des Projekts „Lebendige Thora“ behandeln will. Nach der Reihenfolge ihrer ersten Erwähnung in diesem Artikel wären dies:
Jüdisches Gesellschaftsideal
Jüdisches Menschenideal
Null-Staaten-Lösung für den Nahostkonflikt
“Woke“
Antisemitismus
Umgang mit der deutschen Vergangenheit
Umgang mit der AfD und anderen „Außenseitern“.
Würde und Wert des Lebens
Umweltschutz und Tierschutz
Partnerschaftliche Sexualität
Feminismus
Integration unter Wahrung der kultur-religiösen Identität
Erziehung zu jüdischen Werten
Verjüngungsforschung und Übermenschentum
Das demokratische und das jüdische Freiheitsideal
Um zu verstehen, ob und wenn ja, warum demokratische Wahlen für uns Juden eine Bedeutung haben, erscheinen einige Sätze zur Klärung des Ideals der Freiheit im demokratischen und im jüdischen Denken notwendig.
Eines vorweg, um Mißverständnissen vorzubeugen: Wir können froh sein, in einer Demokratie zu leben. Die Demokratie ist eine Staatsform, die sich insbesondere in Europa mehr als andere darin bewährt hat, die Entfaltung der Persönlichkeit der Individuums zu fördern und die Funktionsfähigkeit des Zusammenlebens in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Und dennoch: Demokratie ist nicht etwas, für das es sich zu sterben lohnt. Noch nicht einmal etwas, „für das“ es sich zu leben lohnt, sondern nur etwas, „in dem“ zu leben ganz nett ist; eine bequeme Umgebung, sich sein „Maulwurfshügeldasein“ einzurichten, wie es Isaak Breuer in seinem Buch „Die Welt als Schöpfung und Natur“ bereits 1928 formulierte.
Denn dem heute gerne postulierten demokratischen Freiheitsideal, dass jeder tun kann was er will, solange er mich nicht stört, hätte auch Al Capone zugestimmt: Solange mir keiner in Chicago Konkurrenz macht, kann er gerne in Los Angeles eine Mafia gründen. Und wenn liberal sein nur heißt, tolerant zu sein gegenüber jedem der auch liberal ist, mit anderen Worten: wenn er prinzipiell so denkt wie ich, dann war auch Stalin liberal. Dass seine Liberalität Millionen Menschen das Leben kostete, ist ja schließlich nicht seine Schuld, sondern seiner F60.0 nach ICD-10 (paranoische Persönlichkeitsstörung) zuzuschreiben. Mit einem Wort: das ist „Maulwurfsmoral“.
John Stuart Mill, auf den sich die Theorien liberaler pluralistischer Demokratien gern berufen, plädierte „für möglichst große Freiheit, Individualität und Vielfalt, die weder durch den Staat noch durch öffentlichen Druck eingeschränkt werden dürfen, solange sie nur den einzelnen selbst betreffen und anderen nicht schaden.“ Er sah dies als Ausdruck des Toleranzgedankens. Toleranz heißt aber nicht Indifferenz oder ethischer Relativismus, der alle Positionen für gleich-gültig erklärt. Die lateinische Wurzel dieses Wortes hat die Bedeutung „erdulden“, was etwas ganz anderes ist als das, was heute propagiert wird: Eine ethische Gleich-gültigkeit, die alle unterdrückt, denen universale Werte nicht gleich-gültig sind. Dies ist ein Sieg für die These Marcuses, dass Toleranz, da auf einer „Leitkultur“ basierend, die gegenüber „Subkulturen“ duldsam ist, emanzipative Kräfte schwächt und reaktionäre stärkt. Daher hielt es Marcuse für legitim, dass Minderheiten die Mehrheit unterdrücken, selbst mit außergesetzlichen Mitteln. Dies ist heute unnötig, da sich die staatstragenden Parteien selbst zu Unterdrückern der traditionellen Werte und damit, wenn nicht der Mehrheit, so doch zumindest einer nicht zu vernachlässigenden Minderheit gemacht haben. Toleranz hieße, und so verstanden es sowohl Mill als auch Marcuse: Aus einer Position moralischer Stärke, unter Berufung auf universale Werte, andere Positionen und Lebensentwürfe nicht zu unterdrücken, aber auch nicht zu legitimieren.
Und eben derselbe Staat, der im Namen der Toleranz von seinen Bürgern die totale Nicht-Einmischung in das Leben Anderer fordert, fühlt sich berechtigt, sich seinerseits in buchstäblich alle Lebensbereiche seiner Bürger einzumischen, ohne zu realisieren, wie er sich damit selbst widerspricht. Beispielsweise erzwingt der Staat eine bestimmte Form schulischer Erziehung und beschränkt damit die Möglichkeit der Eltern, ihre eigenen Kinder nach ihren Idealen zu erziehen. Und ganz allgemein regelt er jeden Schritt und Tritt des Lebens mit einer Flut von Gesetzen und Verordnungen; und für all diese Dinge, die eigentlich gar nicht seine Aufgabe sein sollten, zwingt er die Bürger, auf einen nicht kleinen Teil ihres redlich erworbenen Einkommens und Eigentums zu verzichten.
Das jüdisches Freiheitsideal ist ein ganz anderes. Oberflächlich betrachtet, könnte man es als „liberitär“ bezeichnen, aber diese Bezeichnung wird (wie alle Versuche, die Thora zu kategorisieren) ihm nicht gerecht. Einer der fundamentalsten Ideen des Judentums ist die „Wahlfreiheit“ (בחירה חופשית / Bechira chofschit). Der Mensch ist dazu aufgerufen, wie oben zitiert, „das Leben zu wählen“, ein Leben nach den Idealen der Thora zu führen. Er kann sich aber auch irren und anders entscheiden. Daraus leitet sich die Idee des bewußt lebenden, für sich selbst und die Gesellschaft aus freien Stücken verantwortlichen Indiviuums ab. Der Fokus der Thora ist der einzelne Mensch, nicht als „kleines Rädchen“ in der Riesenmaschine seines Volkes und seines Staats, sondern „absolut“. Zunächst einmal ist jeder Mensch- ein Individuum, danach Teil seiner Familie, seiner Nachbarschaft, der „Gesellschaft“- und am Ende erst des „Volkes“ oder „Staats“.
Somit ist der „Staat“ kein Wert an sich. Er ist nur Krücke, wo Individuum und Gesellschaft lahmen, insbesondere in einer modernen Gesellschaft, in der vieles zentral und gemeinschaftlich geregelt werden muß. Es wären aber auch andere Organisationsformen denkbar, jenseits der Idee des Staates. Nebenbei bemerkt, könnte das auch eine mögliche Lösung des „Nahostkonflikts“ sein.
Aus ethnisch-religiös „bunten“ afrikanischen Kolonien Staaten zu machen, brachte viel Unglück. Auch das zeigt, dass der „Staat“ kein Wert an sich ist und nicht immer die beste Lösung. Was wäre wohl umgekehrt passiert, hätten afrikanische Kolonialherren vor 200 Jahren aus Böhmen, Süddeutschland und Nordfrankreich einen Staat zusammengeschustert?
Nach diesem Verständnis ist auch die Regierungsform kein Wert an sich. Theoretisch wären eine Oligarchie oder eine aufgeklärte Monarchie genauso gut und potenziell sogar besser als die absolutistische Demokratie der westlichen Welt, faktisch aber verhindern eine funktionierende Gewaltenteilung und das System der „checks und balances“ ein Abgleiten in den Totalitarismus. Eine weitere Randbemerkung: Auch nicht in jeder Demokratie funktioniert die Gewaltenteilung. In Israel beispielsweise hat die Juridaktive immer mehr Macht an sich gezogen, was die derzeitige Regierung entsprechend dem erklärten Willen der Mehrheit der israelischen Bürger korrigieren wollte und damit den Zorn der alten Eliten auf sich zog, die um ihre Macht fürchteten.
Zusammengefasst: Die Beteiligung an Wahlen ist sinnvoll als Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft, aber wichtiger wäre: als Individuum, Familie, Jude Vorbild zu sein und damit zu einer lebenswerten Gesellschaft beizutragen.
Die Parteienlandschaft in Deutschland: Ist für uns etwas dabei?
Welche Partei ist also wählbar für Juden und andere, die sich in Deutschland an den Idealen der Thora für das Leben des Individuums in der Gesellschaft und die Gesellschaft als Ganzes ausrichten wollen? Sicherlich nicht solche, deren „woke“ Agenda jüdischen Werten diametral widerspricht. Das wären in erster Linie „Grüne“ und „Linke“. Ebendiese Parteien, und das BSW noch dazu, scheiden auch deswegen aus, weil ihre übermäßige und die Realitäten vor Ort verfälschende Kritik an Israel vielfach die Grenzen zum Antisemitismus überschreitet. Zudem ist die BSW zwar weniger woke, aber dafür ideologisch links-autoritär, etatistisch; wohingegen für uns ein schlanker und liberitärer Staat, der sich möglichst wenig in unser Leben einmischt, anzustreben wäre. Wobei natürlich auch die Grünen schon längst ihre antiautoritären Wurzeln über Bord geworfen haben. SPD, FDP und CDU/CSU sind, in ihrer Programmatik manchmal kaum noch unterscheidbar, weniger extrem als Grüne und Linke ebenfalls dem liberalistischen Zeitgeist verpflichtet, der die Wertelosigkeit als solche zum schützenswerten Wert erhoben hat, der mit der Staatsmacht verteidigt werden muß. In ihrer Haltung zu Israel sind sie jedoch ausgewogener, offener Antisemitismus zumindest ist nicht erkennbar. Es gibt also weniger Grund, sie nicht zu wählen, aber auch nicht viel Grund, sie doch zu wählen. Bliebe die AfD.
Ist die „Alternative für Deuschland“ eine Alternative für Juden?
Die AfD wird von nicht wenigen Juden in Deutschland gewählt, sehr zum Unmut der offiziellen Repräsentanten des Judentums in Deutschland. Das ist vordergründig durchaus verständlich. Es gäbe eigentlich einige Gründe, sie zu wählen: In ihrem Programm vertritt sie traditionelle Werte, liberitäre Ideen und ein hartes Durchgreifen gegen Islamismus, von dem sich viele Juden in Deutschland und der ganzen Welt bedroht fühlen.
Bei genauerem Hinsehen aber ist die AfD für Juden absolut keine Alternative, und das aus drei Gründen: Ihre Mitglieder- und Anhängerschaft ist teilweise offen oder versteckt rechtsradikal; ihr Programm ist eine „Mogelpackung“, die Rückschlüsse auf ihre wirklichen Absichten verhindert; und ihr Programm enthält einige Punkte, die für uns als Juden bedenklich sind.
Einige Beispiele für problematische Punkte im 2022 beschlossenen Grundsatzprogramm: Die Ehre des Kaiserreichs zu verteidigen wäre akzeptabel- aber wenn das 3. Reich mit keinem Wort erwähnt wird, entpuppt es sich als Teil der „Vogeldreck“-Ideologie. Die AfD fordert den mündigen Bürger, wo es ihr passt (z.B. Corona-Maßnahmen), und einen repressiven Staat bei ihren Lieblingsthemen (Ausländerkriminalität, Kopftuchverbot), was beweist, dass sie keineswegs liberitär ist. Das Kopftuchverbot wäre darüberhinaus ein Präzedenzfall für weitere Maßnahmen gegen Ausdrücke religiöser Identität. Und schließlich: Die AfD fordert die umgehende Germanisierung aller Einwanderer, was erstens zu einer problematischen kulturellen Entwurzelung führen kann und zweitens auch uns gefährlich werden könnte.
Als Abschlußbemerkung: Ob der Umgang mit der AfD klug ist und nicht vielmehr zu ihrer´weiteren Radikalisierung und damit der Exkludierung einer riesigen Bevölkerungsgruppe beiträgt, kann hier nicht diskutiert werden. Die AfD ist programmatisch nicht radikaler als vor 40 Jahren die „Grünen“, deren Bundesvorstand 1981 eine ökologische Revolution zur Beseitigung des Kapitalismus, die Abschaffung der BRD und den Austritt Westdeutschlands aus der NATO forderte, und nicht rechter als die CDU, die 1983 die Remigration mit dem „Rückkehrhilfegesetz“ realpolitisch umsetzte. Interessant übrigens auch, dass die AfD für Punkte eintritt, die einstmals (vor ihrer Verbürgerlichung) auch Anliegen der Grünen waren: Volksabstimmungen, Einschränkung des Berufspolitikertums, Bekämpfung des Lobbyismus, Skepsis gegen EU und NATO.
Nicht völlig unwählbar, unwählbar: Einfach zuhause bleiben?
Zusammengefasst: Einige Parteien sind nicht völlig unwählbar, aber es gibt auch wenig Grund, sie zu wählen. Das wären SPD, FDP und CDU/CSU. Andere sind schlicht unwählbar: Grüne, Linke, BSW. Und für eine gäbe es einige Gründe, sie zu wählen, aber noch bessere dafür, dass sie absolut unwählbar ist: die AfD. Die Konsequenz für uns, die wir an einer lebenswerten Gesellschaft interessiert sind: Nicht etwa einfach zuhause bleiben, sondern wählen gehen und eine ungültige Stimme abgeben, mit dem handschriftlichen Vermerk „Leider ist für mich nichts dabei“.
Vorhang auf für das Wahlprogramm der Thora!
Was also wären die Punkte, die eine Partei zumindest mehrheitlich in ihrem Programm haben müsste, um wählbar zu sein? Wohlgemerkt unter der Bedingung, dass sie es damit ernst meint und sie nicht nur als Fassade mißbraucht, wie zumindest teilweise die AfD. Diese lassen sich in zwei Gruppen teilen: Solche, die für die richtige Entwicklung der Gesellschaft notwendig sein; und solche, die speziell die Interessen jüdischer Bürger schützen.
Menschenwürdige Gesellschaft für alle:
Würde und Wert des Lebens nicht kompromittieren. Schutz ungeborenen Lebens (es sei denn, die werdende Mutter ist dadurch selbst gefährdet), Verbot aktiver Sterbehilfe, starke Einschränkung passiver Sterbehilfe.
Menschenschutz vor Umweltschutz und Tierschutz. Die Welt ist uns von G´tt gegeben, um sie für uns zu nutzen, und nur insoweit es diesem Nutzen entspricht, zu schützen.
Vermittlung eines traditionellen Familien- und Geschlechterbildes. Artikel 6 GG ernst nehmen: Familien fördern, Kinder schützen, Rechte der Eltern stärken.
Erziehung zu einem Ideal des mündigen und eigenverantwortlichen Bürgers, der freiwillig gesellschaftsförderlich handelt.
Die Tatsache, dass immer weniger Arbeit gebraucht wird, ist eine Chance für mehr Bürgertum und gesellschaftliches Engagement. Die viel beklagte „soziale Kälte“ ist auch eine Folge dessen, dass der Staat viele Aufgaben übernimmt, die durch private Initiative menschlicher und persönlicher geregelt werden könnten.
Geschlecht ist angeboren, sexuelle Orientierung nicht. Daher Geschlechtsumwandlungen insbesondere von Minderjährigen verhindern, aber Therapie für Störungen der sexuellen Identität wieder zulassen.
Sexualerziehung ist keine Aufgabe des Staates. Frühsexualisierung und ständige sexuelle Stimulierung schaden ebenso wie Pornographie der Entwicklung einer gesunden Sexualität und verletzen vielfach die Würde der Frauen.
Die Thora will den Mann „feminisieren“, z.B. durch partnerschaftliche Sexualität, durch mehr Familie, durch weniger Karriere (denn Arbeit ist ein Fluch), durch weniger Machtstreben. Daher ist die Idee der Feministen, die Frau zu maskulinisieren, der falsche Weg.
Deutschland braucht Einwanderung, wenn es bei der derzeitigen demographischen Situation seinen Lebensstandard und den Sozialstaat erhalten will. Vernünftige Integration kann von Juden gelernt werden: Diese waren stets gesellschaftlich engagierte „gute Bürger“, ohne sich zu assimlieren oder Teil eines folkloristischen Multi-Kulti zu sein, sondern bewahrten ihre kulturelle Eigenständigkeit. Dies sollte Vorbild für die notwendige Einwanderung sein.
Rückkehr zu einer Politik der Nichteinmischung in Konflikte und interne Angelegenheiten anderer Staaten anstatt einer Neuauflage des „am deutschen Wesen soll die Welt genesen“.
Schutz der besonderen Bedürfnisse der jüdischen Minderheit:
Schutz des Schächtens, der Brit Mila und ganz allgemein: Respektierung kultureller Traditionen.
Nichteinmischung in den Nahostkonflikt. Die übermäßige Beschäftigung damit zeigt, dass es nicht um Gerechtigkeit für die Palästinenser geht, sondern es sich um eine neue Spielart des Antisemitismus handelt, nach dem Motto: „die Juden sind auch nicht besser“.
Nichteinmischung in kaum verstandene gesellschaftliche Prozesse Israels, die dringend notwendig und mehrheitlich gewollt sind.
Die Bemühungen Deutschlands um Aufarbeitung der NS-Zeit werden diskreditiert, wenn man osteuropäische Länder, insbesondere die Ukraine, ihre Umdeutung zu Opfern durchgehen lässt und sie mit Aufnahme in NATO und EU belohnt.
Homeschooling hat in den Coronajahren auch funktioniert und wäre mehr als fast vollständig staatlich finanzierte Gemeindeschulen ein praktikables Modell für Eltern, die an einer intensiven jüdischen Erziehung interessiert sind und unsere Kinder nicht der Indoktrination des Zeitgeists aussetzen wollen. Die Erfahrung zeigt, dass das meiste, was heute Zeitgeist ist, in einer Generation bereits veraltet sein wird, die jüdischen Werte aber bis heute unverändert gültig sind.
Antisemitismus ist nicht noch eine Form des Rassismus, sondern Ausdruck des Kampf gegen G´tt und sein Volk und die Werte der Thora. Daher können die diversen staatlichen Programme nur den rassistischen Aspekt des Antisemitismus erfassen und sind entsprechend nur eingeschränkt wirksam.
Partei für schulmedizinische Verjüngunsforschung: Meine Traumpartei?
Übrigens: Spaßeshalber habe ich den Wahl-O-mat der „Bundeszentrale für
politische Bildung“ für die letzten Europa- und die Bundestagswahlen ausgefüllt https://www.bpb.dLe/themen/wahl-o-mat/ , und das Ergebnis war erschütternd: Mir wurde für die Europawahl als am meisten mit meinen Meinungen kompatibel die „Partei für schulmedizinische Verjüngunsforschung“ ermittelt. Auch die „Tierschutzpartei“ wurde mir sehr empfohlen. Bei den Bundestagswahlen war das Ergebnis ähnlich. Leider braucht es nicht mehr als einen kurzen Blick ins Programm dieser Parteien, um festzustellen, dass sie für uns als Juden völlig unwählbar sind: Die Tierschutzpartei stellt Tierrechte über Menschenrechte (weswegen sie u.a. das Schächten verbieten will), und die Jungbornisten wollen dafür sorgen, dass Menschen tausende Jahre alt werden können. Aber vielleicht kann ich ja durch meinen Eintritt in den politischen Arm der Verjüngungsforscherbewegung die Mitgliederzahl nahezu verdoppeln und dann Einfluß auf das Programm ausüben? Meine potentielle Traumpartei erreichte bei den Europawahlen übrigens leider nur 0,045% der Stimmen. Doch noch ist nicht aller Hoffnung abend: Sollte es gelingen, bei den folgenden Wahlen jeweils den Stimmenanteil zu verdoppeln, was ja schon anderen Parteien wie der NSDAP, den Grünen und der AfD gelungen ist, wird sie bereits 2074 die absolute Mehrheit erreicht haben! Ob ich das noch erleben werde? Wenn die Jungbornisten siegen, bestimmt!
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