BJW
Wir freuen uns, Ihnen hiermit eine weitere deutschsprachige jüdische Zeitung vorstellen zu dürfen. Im Gegensatz zu allen anderen jüdischen Zeitungen begibt sich diese nicht in die versumpften Niederungen deutsch-jüdischer oder israelischer Tagespolitik, sondern beschäftigt sich nur mit allgemeinen Fragen jüdischen Überlebens in einer ziemlich durchgedrehten Welt. Sie will, auf den Punkt gebracht, für zeitlose Werte in einer wertelosen Zeit eintreten. All dies aus traditionell jüdischer, lediglich auf den authentischen Werten der Thora fundierter Sicht und politisch unabhängig, und thematisch angelehnt an den Wochenabschnitt der Thoralesung.
Die größte deutschsprachige jüdische Zeitung ist bekanntlich die vom Zentralrat herausgegebene „Jüdische Allgemeine“, die früher „Allgemeine Jüdische Wochenzeitung“ hieß, kurz „AJW“. Manchmal war sie fürchterlich provinziell („Alle waren sich einig – noch nie waren die Latkes so lecker wie bei der diesjährigen Chanukkafeier der jüdischen Gemeinde Marburg“), manchmal richtig mondän („Traditioneller Basar der WIZO Frankfurt Riesenerfolg – über 13000 DM für neue Parkbänke in Herzlija gesammelt“). In memoriam dieser Zeitung, die wirklich nur in einem sehr allgemeinen Sinn „jüdisch“ war, wollen wir unsere Zeitung „BJW“ nennen: „Besonders Jüdische Wochenzeitung“. Ihr Inhalt ist nämlich wirklich und ausschließlich jüdisch, womit wir ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen deutschsprachigen jüdischen Zeitungen haben, die sich, wenn überhaupt und mit rühmlicher Ausnahme der in der Schweiz erscheinenden „Jüdischen Zeitung“, mit Judentum nur in einem folkloristischen oder kulturhistorischen Sinn befassen.
Wenn Sie sich unter dem Titel „Zeitung“ ein Konvolut von der Dicke eines Lexikonbandes vorstellen, das zwar niemand liest, sich aber furchtbar intelligent auf dem Couchtisch macht, müssen wir Sie leider enttäuschen. Unsere Zeitung hat einen Umfang von lediglich jeweils 6 Seiten DIN A4, ist also eher ein Flyer. Das hat aber den Vorteil, das es sich jeder schnell selbst ausdrucken kann und sie dann vielleicht auch wirklich gelesen wird.
Mehr über Idee und Inhalte der Zeitung können Sie in der „Nullnummer“ lesen. Falls nicht ausdrücklich anders vermerkt, sind alle Artikel von Rabbiner Mordechai Doerfer verfasst; wir hoffen aber, dass sich dies bald ändert und sich auch weitere Autoren finden (pro bone natürlich). Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
Genisa: Die Halacha verlangt, religiöse jüdische Schriften mit Respekt zu behandeln. Bei Gelegenheit wollen wir dieses Thema auch in der BJW eingehender behandeln, unter halachischen Aspekten und auch vor dem Hintergrund der abscheulichen „Mode“, bei Demonstrationen den Koran zu verbrennen (und, zumindest in Schweden, das Verbrennen einer Thorarolle im Namen der Meinungsfreiheit zu erlauben, wenn es auch so schlimm noch nicht gekommen ist). Um das Problem zu mindern, werden die Gottesnamen so geschrieben, wie sie von religiösen Juden im alltäglichen Leben traditionell ausgesprochen werden: der „unaussprechliche Name“ als HASCHEM, bzw. Elokim. Dem Gebrauch deutscher Juden folgend, vermeiden wir auch das deutsche Synonym voll auszuschreiben und verwenden anstatt dessen „G`tt“ (obwohl dies halachisch keinen großen Unterschied macht). Dennoch sollten auch ausgedruckte Blätter der BJW (und viele andere Inhalte dieser Homepage) mit Respekt behandelt und nicht einfach ins Altpapier geworfen werden.
Hier können Sie die "BJW" abonnieren
Erstausgabe
07.01.2024 כ"ו טבת תשפ"ד
- Was ist die BJW? -
Aktuelle Ausgabe
Ki Tisa 5786
06.03.2026
Dürfen wir mit G´tt streiten?
Letzte Ausgabe
Tezawe/Purim 5786
28.02.2026
Der Sinn des Leidens
Erstausgabe
07.01.2024 כ"ו טבת תשפ"ד
- Was ist die BJW? -